Veränderungen im Unternehmen korrekt und sozialverträglich gestalten

Sonderfall Sanierung: Das müssen Sie beachten

Zeno Schönmann & Georg J. Wohl

Kommt ein Unternehmen in eine Situation, in welcher es mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, ist die Geschäftsführung dazu verpflichtet, Sanierungsmassnahmen zu prüfen. Es wird gemeinhin unterschieden zwischen einer reinen sog. OR-Sanierung (auch aussergerichtliche Sanierung genannt) und einer Sanierung mit Hilfe der Verfahren, welche das Schuldbetreibungs- und Konkursrecht (SchKG) zur Verfügung stellt, namentlich die Nachlassstundung (auch gerichtliche Sanierung genannt).

Die Nachlassstundung wurde infolge der Sanierungsrechtsrevision per 1. Januar 2014 erheblich angepasst, um die effektive Sanierung von Unternehmen zu fördern und zu erleichtern. Insbesondere die Reorganisation und die Übertragung von (rentablen) Betriebsteilen während einer Nachlassstundung bieten die Chance, Werte des Unternehmens zu Gunsten der Gläubiger und damit auch der Arbeitnehmer zu erhalten, anstatt in einem Konkurs zu zerschlagen. Gleichzeitig wurden diverse Schutzmechanismen zu Gunsten der Arbeitnehmer eingeschränkt, damit Käufer von Betriebsteilen nicht wegen potentieller arbeitsrechtlicher Haftungsrisiken abgeschreckt werden.

Die Handhabung von Arbeitsverhältnissen während und nach einer Nachlassstundung ist rechtlich, aber auch menschlich herausfordernd. Der Beitrag der Referenten geht auf diese Herausforderungen ein, indem die rechtlichen Grundlagen zunächst kurz dargestellt werden. Die Anwendung der Grundlagen in der Praxis wird sodann mit Hilfe von echten Fallbeispielen aus Sanierungsverfahren erläutert, an welchen die Referenten beteiligt waren. Zum Abschluss folgen Empfehlungen.

Treffen Sie Zeno Schönmann & Georg J. Wohl an der Arbeitsrechtstagung 2019.